Das Werk der jüdischen Dichterin Gertrud Kolmar ist nach wie vor ein Geheimtipp. Ihre Gedichte, von hohem Rang und ganz eigenem Reiz, gleichen in ihrer suggestiven Bildlichkeit oft Traumvisionen; doch nimmt die Dichterin auch die bedrückende Wirklichkeit ihrer Zeit in den schonungslosen Blick.
Ihr Werk ist Spiegel wie Kontrapunkt eines Lebens, das, äußerlich unspektakulär, von geheimen Dramen ebenso erschüttert wurde wie von zunehmender Diskriminierung und in Auschwitz ein schreckliches Ende fand.
Freitag, 06.11.2026 | 19.00 Uhr
Ort: Immanuelkirche Siegelallee 2, Aachen
Referentin: Elisabeth Matthay-Wussow
Anmeldung unter simone.graff@ekir.de 0241 453-162